Cenote_Guiding_feb2012Durch den Einschlag eines Meteors vor mehreren Millionen Jahren im Bereich des heutigen Golf von Mexiko hat sich der Meewasserspiegel abgesenkt und somit den Kalkstein, der sich organisch durch Korallenwachstum über etliche Millionen Jahre aufgebaut hatte, über Meeresnivau gehoben.

Niederschläge vermengten sich mit dem CO2 Ausstoss der pflanzlichen Biomasse zu sogenanntem Sauren Regen und sickerte in die durch die Wucht des Aufschlags zersplitterte Kalkmasse und frass langsam Kanäle und unterirdische Flusssysteme in den Kalk. Manche Dächer dieser Höhlen sind später eingestürzt und bildeten somit die Verbindung zur Oberwelt. Ein Ansteigen des Meeresspiegels nach der letzten Eiszeit, die vor ca. 16.000 Jahren endete, hat viele damals zugängliche Systeme wieder geflutet und somit sind einige geologische und archäologische Schätze konserviert worden. Man schätzt, dass bisher vielleicht 10% der Cenoten erforscht und kartographiert sind.

Die Maya betrachten die Cenoten als den Eingang zu ihrer Unterwelt, wo ihre Götter leben und ihre Seelen nach dem Tod verweilen. Das ursprüngliche Mayawort dafür war „dznot“ und bedeutet soviel wie geheiligte Quelle. Die spanischen Eroberer haben dieses Wort dann als Cenote in unseren Sprachgebrauch überliefert.

Die Cenoten bieten relativ geringe Tauchtiefen, meist im 5- 20 m Bereich, in schier unendlich klarem Wasser. Sichtweiten soweit der Strahl der Lampe reicht sind normal, Stalaktiten und Stalagmiten bilden einen besonderen Kontrastpunkt zu den glitzernden Lichtspielen des umgebenden Dschungels.

Ich empfehle unbedingt mit mindestens 5-mm Anzug inklusive Haube zu tauchen, Handschuhe sind nicht erlaubt. Persönlich bevorzuge ich sogar 7mm oder Halbtrocken in die Cenoten zu gehen.

Tauchen in den Cenoten gliedert sich in das sogenannte Caverndiving im Tageslichtbereich der Höhle (dazu musst du mindestens Open Water Taucher sein) und das echte Höhlentauchen (mit einer speziellen Ausbildung).

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